Die Watercolor Tattoos, auch Aquarell Tattoos genannt, beeindrucken mit ihren bemerkenswerten Designs die Tattoo Fans. Sie unterscheiden sich von den traditionell gestochenen Tattoos in ihren verlaufenden Farben. Genau wie klassische Tätowierungen, werden sie mit Nadel und farbiger Tinte gestochen. Das Motiv wird meist zuerst auf einem Blatt Papier mit Wasserfarben gemalt und dann mit einem Stift auf die Haut übertragen. Der Unterschied besteht daher bei der Technik und der künstlerischen Fähigkeit des Tätowierers. Er muss ein gutes Wissen über Farben und Farbkombinationen mit sich bringen, denn das ist Voraussetzung für ein gelungenes Design. Die Wasserfarben Tattoos besitzen keine harten Kanten und Outlines, sondern werden mit sanften Übergängen gestochen, wobei Konturen keine große Rolle spielen. Durch die ungleichmäßigen Außenlinien, lässt sich viel Bewegung erzeugen. Was die Motive angeht, ist praktisches jedes Design möglich, egal ob ein Tier oder ein abstraktes Motiv. Das Motiv wird relativ luftig gestaltet und enthält mehrere Töne einer Farbe. Damit die Aquarell Tattoos wirken können, brauchen sie viel Platz. Es geht nicht nur um Schönheit, sondern um den Effekt. Die Motive scheinen wie auf der Haut zu schweben und mit ihr zu verschmelzen.

Geschichte der Watercolor Tattoos

Die Watercolor Tattoos sind inspiriert durch einen Stil der Bildenden Kunst, der bis zur Anfangszeit der Wasserfarbmalerei in 9. Jahrhundert zurückreicht. Die Tätowierer verwenden, wie diese Künstler auch, Stilelemente aus dem Kubismus und der Aquarelltechnik. Generell waren Tätowierer aufgrund der Tätowiertechnik noch nie so gegensätzlicher Meinung, wie bei diesem Tattoo Stil. Viele sind mit der klassischen Tätowiertechnik vertraut und stehen auf Motive mit Outlines und deckenden Farben. Zwei tschechische Tätowierer brachten den Trend nach Deutschland. Die ersten Watercolor Tattoos brachten die Tattoo Fans zum Staunen und Kritiker behaupten, der Tattoo Stil sei nur eine modische Erscheinung und hält sowieso nicht lange.

Watercolor Tattoo heute

Heutzutage liegen Watercolor Tattoos im Trend und gewinnen immer mehr an Popularität. Durch die zahlreichen Motive und Designs sind den Künstlern in ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Eine häufig umstrittene Frage ist die Haltbarkeit dieser Tattoos. Jedes Tattoo verblast mit der Zeit und die Konturen der Tätowierung verschwimmen. Sie verlieren ihre anfängliche Optik, sodass geübte Tätowierer raten, diese Tattoos an UV–Strahlen geschützten Stellen stechen zu lassen und Outlines nicht zu vergessen. Dadurch bleibt das eigentliche Motiv erhalten, auch wenn die Farben verblasen. Natürlich kann man das Tattoo nach einiger Zeit auch nachstechen. Generell sind diese Tattoos hellen Hauttypen zu empfehlen, da die Farben einen passenden Hintergrund benötigen, um ihre Deckkraft zu entfalten. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Watercolor Tattoos viel Platz benötigen und somit Hauptakteur auf der jeweiligen Stelle sein werden. Prinzipiell trauen sich die Damen häufiger zu einem neuen Tattoo im Watercolor Stil, doch dieser ist genauso für Männer geeignet.

Watercolor Tattoo
Wasserfarben Tattoo