Mandala Tattoos – Der Begriff Mandala stammt aus dem Alt-Indischen und bedeutet so viel wie Kreis, um dessen Zentrum sich alles dreht. Mandalas sind kreisförmig angeordnete, sich ständig wiederholende Ornamente, die aus geometrischen und organisch geschwungenen Formen bestehen. Das Zentrum ist der wichtigste Punkt und wird somit oft sehr abwechslungsreich gestaltet. Sie sind stets nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Die Formen haben immer eine klar definierte Mitte, bewegen sich um diesen Mittelpunkt herum und sind fast immer konzentrisch aufgebaut. Sie sind nicht zwingend symmetrisch und können Tiere, ebenso wie alle möglichen Symbole aus Religion, Esoterik oder Psychologie enthalten. Auch natürliche Motive können als Mandala dienen.

Die Geschichte der Mandala Tattoos

Das Mandala hat seinen Ursprung in Indien, genauer gesagt aus dem Sanskrit. Sanskrit ist eine alte indische Hochsprache, die lange Zeit als Schriftsprache gepflegt wurde. Die Mandalas wurden bei speziellen Zeremonien als schöne Kreisdesigns in den Sand gemalt und gelten dabei als ein magisches, geistiges und religiöses Symbol im Buddhismus und Hinduismus. Im oft tage- oder wochenlangen Entstehungsprozess eines Sandmandalas, soll die Grenze zwischen Körper und Raumerfahrung überschritten und damit die Ich-Anhaftung als Ursache aller Leiden überwunden werden. Entscheidend ist deshalb auch das anschließende Wegwischen des Mandalas als Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens. Mandalas dienten als visuelles Hilfsmittel um durch die Darstellung von Göttern, Landschaften oder Zeichen komplexe religiöse Zusammenhänge verinnerlichen zu können. Außerdem wurde das Mandala von den Indern und den Tibetern auch als Meditationssymbol verwendet. Hier bedeutet das Mandala das kreisförmige Abbild des Kosmos in seinem Zusammenhang mit göttlichen Mächten. Im Kulturraum Japans und Chinas sind Mandalas allerdings oft mit Schriftzeichen anstelle von Bildern versehen.

Mandala Tattoos heute

Heutzutage hat das Mandala Potenzial ein Tattoo Klassiker zu werden. Es ist zeitlos, vielfältig und wandelbar und kann in der Tattoo Szene von Frauen, als auch von Männern getragen werden. In unserem Zeitalter haben Mandalas nicht mehr unbedingt eine religiöse oder rituelle Bedeutung, sondern sie sind ein verspieltes, dekoratives Schmuckstück und wird meist aus Line- und Dotwork kombiniert. Mandala Tattoos werden vor allem in Schwarz-weiß gestochen, aber auch nicht selten werden sie mit farblichen Akzenten ergänzt. Dazu können außerdem andere Elemente, wie geometrische Formen oder realistische Objekte hinzugefügt werden. Generell zielt die Symbolik eines Mandala Tattoos auf unser Unterbewusstsein und spricht durch bestimmte Farben und Formen bestimmte Bereiche der Psyche an und stimuliert sie. Deswegen werden sie auch häufig als Ausmalvorlage benutzt, denn sie unterstützen die Konzentration und die Kreativität.

Mandala Tattoo
Mandala Tattoo mit Rose