Black and Grey Tattoos

Black and Grey – Aus dem Gefängnis auf die Haut

In den letzten Jahren rückte Black and Grey immer mehr in den Fokus, denn das Spiel von hellen und dunklen Grautönen lässt ein Motiv in Windeseile wesentlich plastischer wirken. Dabei ist die Technik keine Erfindung der Neuzeit, denn schon seit vielen Jahrzehnten ist Black and Grey einer der Mittelpunkte der Tätowierkunst. Überraschend ist es deshalb nicht, dass sich diese Tattoos auch heutzutage noch einer großen Beliebtheit erfreuen. Allerdings dürft Ihr nicht den Fehler machen und Black and Grey mit anderen Styles, wie den Maori oder der Dotwork verwechseln. Zwar kommen auch hier die schwarzen und grauen Pigmente zum Einsatz, dennoch ist das etwas ganz anderes.

Wie kam es zum Trend Black and Grey?

Black and Grey lässt sich auf die Gefängnisse der 1970er und 1980er Jahre zurückführen. Damals hatten die Insassen nur wenige Möglichkeiten für Tattoos, weshalb diese die schwarze Farbe einfach mit Wasser mischten. Schnell konnten andere Schwarzschattierungen erreicht werden, welche nun unter die Haut gestochen wurden. Aus diesem Grund werden Tattoos in Schwarz/Weiß auch als „Jailhouse“ oder „Joint Style“ bezeichnet.

Viele Jahre war Black and Grey lediglich auf die Gefängnisse beschränkt, doch Jack Rudy sowie Charlie Cartwright haben die Stilart über die Gefängnismauern hinaus bekannt gemacht. Zugleich haben die beiden die sogenannte „single-needle“ eingeführt, eine Tattoomaschine mit nur einer Nadel. Dank dieser war es nun möglich, die einzelnen Schattierungen noch besser herauszuarbeiten. Natürlich erinnern die heutigen Motive und Möglichkeiten nicht mehr an die Gefängnisvergangenheit, wobei Black and Grey besonders für Cover-ups geeignet ist.

Die Motivwahl ist vielfältig

Dank der „Wäsche“ der schwarzen Farbe mit destilliertem Wasser können heute zahlreiche Grauschattierungen erreicht werden, von sehr hellem Grau bis zu beinah schwarzen Schatten. Das ermöglicht, dass ein simples Bild wesentlich plastischer und eindrucksvoller unter die Haut gebracht wird. Einen ganz besonderen Vorteil hat der Stil „Black and Grey“, denn habt Ihr Euch ein einfaches schwarzes Tattoo stechen lassen, verblasst es mit der Zeit und wirkt nicht mehr so kontrastreich, wie zu Anfang.

Bei diesem Stil ist es anders, denn dank der verschiedenen Schattierungen wirkt es auch nach Jahren und dem leichten Verblassen beeindruckend. Welches Motiv Ihr wählt, bleibt ganz Euch überlassen. Wir können zahlreiche Motive direkt unter die Haut stechen, von Portraits über Landschaftsaufnahmen und Symbolen bis hin zu grafischen Designs. Traditionell gesehen sind die japanischen Kois ein Klassiker bei den Black and Grey-Tattoos. Aber auch die simplen Chicano-Tattoos sind mit Schwarz und Grau ein Highlight auf Eurer Haut.

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