Asia Tattoos – Ähnlich der polynesischen Kultur der Südsee, haben auch die Japaner eine weitreichende Geschichte, was Tattoos angeht. In der japanischen Sprache werden diese Irezumi genannt. Die Motive erfreuen sich mittlerweile auch in der westlichen Welt großer Beliebtheit. Aber, was hat es mit diesem Tattoo Style auf sich und welche Bedeutung hat dieser?

Ein traditionelles japanisches Tattoo bedeckt meist den ganzen Körper, entsteht über Jahre und wird in der Regel ausschließlich von einem Tätowierer gefertigt. Meist stellen sie spirituelle Symbole und Fabelwesen dar. Fallende Kirschblüten, beziehungsweise Ahornblätter, stehen für Tod und Vergänglichkeit in jugendlichem oder hohem Alter. Ein Drache steht, im Gegensatz zur europäischen Interpretation, für Glück und Wohlstand.

Die Asia Tattoo Lehre

Die Kunst der Asia Tattoos werden, ähnlich wie in verschieden Kampfkünsten, von Meistern zu Schülern weitergegeben. Nachdem der Schüler seine Ausbildung beendet hat und die Lehre seines Meisters übernommen hat, verlässt er diesen und macht sich selbstständig. Jedoch übernimmt er den Nachnamen des Meisters, um seine Lehre nun selbst weiterzugeben.

Als Hauptwerkzeug benutzt ein traditioneller Asia Tätowierer eine sogenannte Sumi, das ist eine Tusche, die seit dem 7. Jahrhundert in der Präfektur Nara mit einer immer gleichbleibenden Prozedur hergestellt wird. Diese Tusche wird manuell in die Haut eingestochen, diese Technik nennt man Tebori. Die Tebori Technik hat sich, seit der ersten Blütezeit des Tätowierens in der Edo-Zeit (1603-1868) kaum verändert. Vor allem im 18. Jahrhundert wurde es in einigen Provinzen populär Kriminelle und Mitglieder niederer Stämme mit Tattoos zu kennzeichnen und zu stigmatisieren.

Asia Tattoos heute

Einen Künstler zu finden, der komplett nach der Tebori Lehre arbeitet, ist dennoch ziemlich schwierig, da es nur noch wenige von ihnen auch die Umrisslinien (Sujibori) nach dieser Technik stechen. Wenn man diese mit einer Maschine sticht, ist es deutlich einfacher und nicht so fehleranfällig. Die Nadel, die zum Tätowieren genutzt wird, ist jedoch von Künstler zu Künstler unterschiedlich, da jeder Artist seinen Favoriten hat. Auch die Herstellung variiert hier. In der Regel kommen sie aber aus Fabriken, die sich auf die Herstellung von Tattoonadeln spezialisiert haben oder sind vom Tätowierer selbst aus anderen zweckentfremdeten Nadeln gefertigt.

In der westlichen Welt werden Tattoos im asiatischen Stil heute mit herkömmlichen Maschinen gestochen, die Motive sind jedoch immer noch die Gleichen. Beliebt sind vor allem Drachen, Blätter und Fische. Aber auch Schriftzeichen oder Krieger sind gefragte Motive.